Yueya chan
月牙铲 · yuèyáchǎn
Wörtlich: Halbmond-Spaten
Auch bekannt als: 月牙鏟, 禅杖, chanzhang, 方便铲, fangbian chan, monk's spade
Chinesische Stangenwaffe mit flacher Spatenklinge an einem Ende und einem Halbmond am anderen, verbunden mit wandernden buddhistischen Mönchen.
Auf einen Blick
ChinaÜber die Waffe
Yueya chan (chinesisch 月牙铲, wörtlich Halbmond-Spaten) ist eine chinesische Stangenwaffe, auch als Mönchsspaten oder chanzhang (禅杖) bekannt. Der Überlieferung nach trugen wandernde buddhistische Mönche ihn auf ihren Reisen: Fanden sie unterwegs einen Toten, konnten sie ihn mit dem Spaten nach buddhistischem Ritus begraben und sich zugleich damit gegen Räuber verteidigen. Der Spaten als Waffe entstand aus einem landwirtschaftlichen Gerät. Wann er seine heutige Form erhielt, konnten wir nicht belegen. Sie besteht aus einem langen Schaft mit einer flachen, spatenförmigen Klinge an einem Ende und einer kleineren halbmondförmigen Klinge am anderen. Der eiserne Kopf wurde auf einen hölzernen oder eisernen Schaft gesteckt. Die mönchische fangbian chan (方便铲) verband den äußeren Halbmond mit einer axtförmigen Klinge und hatte oft Löcher mit klingenden Ringen sowie rote Seidenquasten. Mit dem Halbmond verteidigte sich der Mönch gegen kleine und mittelgroße Raubtiere wie wilde Hunde oder Leoparden: Er legte ihn dem Tier um den Hals und hielt es sich so vom Leib. Unter der Ming-Dynastie schätzten Militärtheoretiker Spaten mit langem Schaft, und der Gelehrte Zheng Ruozeng erklärte den Spaten mit innerem Halbmond zur ersten unter den Waffen des Infanteriekampfs. Im volkstümlichen Wushu wird bis heute damit trainiert. Die Nachrichtenagentur Xinhua bringt sie mit den Figuren Lu Zhishen aus Die Räuber vom Liang-Schan-Moor und Sha Wujing aus Die Reise nach Westen in Verbindung.
Teile der Waffe
- Klinge
- Schaft