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Wakizashi

脇差 · wakizashi

Ein kürzeres japanisches Schwert mit gebogener einschneidiger Klinge von etwa 30–60 cm Länge, die Reservewaffe des Samurai und die kleinere Hälfte des Daishō-Paars.

Auf einen Blick

HerkunftJapanJapan
WaffentypSchwert
WirkungsweiseSchneidend
MaterialStahl
VerwendungszeitMittelalter, Frühe Neuzeit
Ursprünglicher ZweckKriegswaffe
KampfdistanzNahdistanz
Getragen vonKriegerstand

Über die Waffe

Das Wakizashi ist ein japanisches Schwert mit gebogener, einschneidiger Klinge, das von der Muromachi-Zeit (1336–1573) bis heute hergestellt wird. Das Wort selbst taucht schon in der um 1370 fertiggestellten Chronik Taiheiki auf. Es bezeichnet eine Reservewaffe, zu der ein Kämpfer greift, wenn die Hauptwaffe beschädigt oder unbrauchbar wird. Die Klinge misst etwa 30 bis 60 cm. Zur Montierung (Koshirae) gehört die Stichblatt-Zierscheibe Tsuba, und in der Scheide stecken meist Zubehörteile: die Nadel Kōgai und das Messer Kozuka. Die Metallteile der Montierung schmückten spezialisierte Handwerker; ein Wakizashi aus der Edo-Zeit trägt Beschläge von Gotō Ichijō, die Montierung eines anderen das Familienwappen (Mon) des Clans Shimazu. In der Edo-Zeit legte die erste Revision des Gesetzeskodex Buke shohatto fest, dass ein Samurai offiziell zwei Schwerter trug, ein großes und ein kleines: Das große hieß Honzashi, das kleine Wakizashi. Die beim Wakizashi angesetzte Grenze von zwei Shaku legte laut japanischen Quellen aus praktischen Gründen die Familie Hon'ami fest, als sie Gutachten (Origami) ausstellte. Am Ende der Edo-Zeit setzte sich auch das lange Wakizashi durch; der Shinsengumi-Kommandant Kondō Isami empfahl in einem Brief solche, die fast so lang wie das lange Schwert sind. Erhaltene Wakizashi befinden sich in den Sammlungen des Metropolitan Museum of Art, des Tokyo National Museum, des Mitsui Museum und des British Museum.

Teile der Waffe

  • Parierelement — tsuba

Pflege

Weitere Quellen zum Thema (2)
  1. Wikipedia (en): Wakizashi
  2. Wikipedia (ja): 脇差