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Khanda

Gerades zweischneidiges indisches Schwert, Klinge zur stumpfen Spitze breiter werdend, Dorn am Knauf; Waffe der Rajputen, zentral im Sikh-Zeichen.

Auf einen Blick

Kampfkünste
HerkunftIndienIndien
WaffentypSchwert
WirkungsweiseSchneidend
FührungsartZweihändig
Zeremonieller GebrauchReligiöser Ritus

Über die Waffe

Die Khanda ist ein gerades zweischneidiges Schwert vom indischen Subkontinent. Der Name stammt vom Sanskrit khadga, von der Wurzel khand, brechen, teilen, hauen, zerstören. Ähnliche Schwerter wurden von der Zeit der eisernen Mahajanapadas (etwa 600-300 v. Chr.) über die Gupta-Zeit (280-550 n. Chr.) bis heute verwendet; zu den archäologischen Funden zählen zeremonielle Kupferschwerter aus Fatehgarh im Norden und Kallur im Süden Indiens. Die Klinge verbreitert sich vom Griff zur Spitze hin, und die Spitze ist meist recht stumpf. Der Griff hat einen großen Plattenschutz und einen breiten Fingerbügel, der mit dem Knauf verbunden ist; der runde, flache Knauf trägt in der Mitte einen Dorn. König Prithviraj Chauhan soll der Überlieferung nach der Klinge einen verstärkenden Rücken hinzugefügt und sie breiter und flacher gemacht haben. Maße haben wir in den Quellen nicht gefunden. Rajputen-Krieger hielten die Khanda mit beiden Händen und schwangen sie bei Umzingelung durch eine Übermacht über dem Kopf. Ein berühmter Träger war Maharana Pratap. Die Khanda gehört auch zur Ausrüstung der Sikh-Kampfkunst Gatka. Rajputen-Clans verehrten die Khanda als Waffe von großem Ansehen. Die Khanda von Baba Deep Singh wird bis heute im Akal Takht Sahib aufbewahrt. In der hinduistischen, buddhistischen, jainistischen und Sikh-Tradition symbolisiert sie Weisheit, die den Schleier der Unwissenheit durchtrennt, und steht im Zentrum des gleichnamigen Sikh-Zeichens.

Weitere Quellen zum Thema (1)
  1. Khanda (sword) – Wikipedia