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Jambiya

جنبية · janbiya

Auch bekannt als: janbiya

Jemenitischer Dolch mit kurzer gebogener Klinge und Mittelgrat, mittig im Gürtel getragen als Teil der Männerkleidung; der Griff verrät den Rang des Trägers.

Auf einen Blick

HerkunftNaher Osten
WaffentypDolch
WirkungsweiseStechend
FührungsartEinhändig
MaterialStahl, Horn und Knochen
Zeremonieller GebrauchZeremonielle Tracht, Tanz

Über die Waffe

Die Jambiya ist ein Dolch mit kurzer gebogener Klinge mit Mittelgrat, der in der Region Hadramaut im Jemen entstand. Der arabische Name janbiya leitet sich von janb, Seite, ab, weil er seitlich getragen wird. Von dort verbreitete er sich in weitere Länder des Nahen Ostens und der arabischen Welt sowie in Teile Süd- und Südostasiens; er gelangte auch ins Osmanische Reich, nach Persien und Indien. Die Datierung seiner Entstehung konnten wir in den Quellen nicht belegen. Die Klinge besteht aus Stahl, manchmal Damaszener- oder Wootz-Stahl. Der wertvollste Griff, saifani, wird aus Nashornhorn gefertigt, dessen Preis bis zu 1.500 Dollar pro Kilogramm erreicht; andere Griffe bestehen aus verschiedenen Hornarten, Holz, Metall oder dem Elfenbein von Elefanten und Walrossen. Die Scheide, asib genannt, ist meist Holz, überzogen mit Metall, Leder oder Stoff. Maße haben wir in den Quellen nicht gefunden. Der Sitte nach soll die Jambiya nur in äußersten Streitfällen aus der Scheide gezogen werden. Häufig tritt sie jedoch bei traditionellen Anlässen auf, etwa bei Tänzen. Männer über 14 Jahren tragen sie als Kleidungsstück, und der Griff verrät den Rang des Trägers; auch Richter, bekannte Kaufleute und Geschäftsleute tragen sie. In den Hafenstädten Aden und Al-Mukalla war das Tragen der Jambiya unter der Herrschaft der Jemenitischen Sozialistischen Partei in Südjemen verboten.

Teile der Waffe

  • Scheide — ʿasīb (العسيب)

Pflege

Weitere Quellen zum Thema (1)
  1. Jambiya – Wikipedia