ImpakuImpaku

Chuzo

Auch bekannt als: azcona

Kurze Pike von etwa 1,5 m Länge, ein Stab mit eiserner Spitze; in Spanien trugen sie von 1715 bis 1977 die serenos, die Nachtwächter, zusammen mit Laterne und Schlüsseln.

Auf einen Blick

HerkunftSpanienSpanien
WaffentypSpeer
WirkungsweiseStangenwaffe, Stechend
MaterialEisen
VerwendungszeitMittelalter, 19. Jahrhundert, 20. Jahrhundert
Ursprünglicher ZweckKriegswaffe, Polizei- und Wachdienst
KampfdistanzMittlere Distanz
Länge150 cm

Über die Waffe

Der Chuzo ist eine einfache spanische Stangenwaffe: ein Holzstab mit einer Spitze, meist aus Eisen, am Ende. Laut spanischer enzyklopädischer Literatur war er im Mittelalter unter anderem in Aragonien, Katalonien und Navarra verbreitet, wo man ihn azcona nannte. Dieselbe Quelle leitet den Namen chuzo von einer verstümmelten Form von suizo, Schweizer, ab, weil er sich angeblich am meisten in der Schweiz durchsetzte; einen weiteren Beleg für diese Etymologie haben wir nicht gefunden. Die Spitze heißt auf Spanisch moharra. Englische Quellen zählen den Chuzo zu den kurzen Piken und geben eine Länge von etwa 1,5 Metern an. Im 19. und 20. Jahrhundert blieb der Chuzo fast ausschließlich die Waffe der serenos, der Nachtwächter großer Städte. Die ersten serenos sind für 1715 belegt, das Korps der serenos wurde am 12. April 1765 gegründet, und ein königliches Dekret vom 16. September 1834 regelte ihren Dienst in den Provinzhauptstädten; in Madrid wurden sie 1798 eingerichtet. Ein sereno trug einen Chuzo und eine Laterne, oft am Chuzo aufgehängt, zusammen mit den Schlüsseln zu den Haustüren und einer Pfeife, um Alarm zu geben. Die serenos hielten sich in Spanien bis 1977. Die Waffe lebt in der Redewendung caer chuzos de punta weiter, es gießt wie aus Kübeln, und in Lateinamerika erhielt das Wort chuzo eine Reihe weiterer örtlicher Bedeutungen.

Teile der Waffe

  • Spitze — moharra
  • Schaft — palo

Verwandte Waffen

Pflege

Weitere Quellen zum Thema (3)
  1. Chuzo – Wikipedia (es)
  2. Sereno (oficio) – Wikipedia (es)
  3. Pike (weapon) – Wikipedia