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Épée-baïonnette modèle 1886

Auch bekannt als: Rosalie, Épée-baïonnette Mle 1886

Das französische Stichbajonett des Lebel-Gewehrs M1886 mit ungeschliffener, 52 cm langer Klinge, heute unter dem Spitznamen Rosalie bekannt.

Auf einen Blick

HerkunftFrankreichFrankreich
WaffentypStangenwaffe
WirkungsweiseStechend
MaterialStahl
Verwendungszeit19. Jahrhundert
Ursprünglicher ZweckKriegswaffe
Getragen vonFußvolk

Über die Waffe

Das Épée-baïonnette modèle 1886 ist ein Bajonett, das speziell für das französische Lebel-Gewehr M1886 entworfen wurde. Die französische Armee führte es 1886 ein, und das Gewehr mit aufgepflanztem Bajonett maß insgesamt etwa 1,8 m. Statt einer flachen, geschliffenen Klinge trägt es eine 52 cm lange Spitze, die eine englische Quelle als vierkantig und eine französische als kreuzförmig im Querschnitt beschreibt; die Klinge, soie genannt, schneidet nicht. Vorschriften unterscheiden zwei Typen, einen mit kurzer und einen mit langer soie. Eine Stahlscheide war an einem Lederfutteral befestigt. Vom Bajonett des älteren französischen Chassepot-Gewehrs unterscheidet es sich im Typ. Für die Hinterlader der 1860er Jahre wie Chassepot und Snider–Enfield entstanden für die Massenfertigung geeignete Säbelbajonette. Ein erhaltenes Bajonett für das Chassepot-Gewehr M1866 in der Sammlung der Imperial War Museums hat eine einschneidige, gekrümmte Jatagan-Klinge von 576 mm Länge und einen Messinggriff, insgesamt misst es 699 mm. Das Bajonett M1886 wurde außer auf dem Lebel auch auf andere Waffen aufgesetzt, etwa auf das Berthier-Gewehr M1907/15. Der Spitzname Rosalie stammt aus einem Lied von Théodore Botrel. Unter den französischen Soldaten des Ersten Weltkriegs, den poilus, war er unbeliebt, heute ist er jedoch weit verbreitet. Das Bajonett wird in David Diops Roman Frère d'âme und in Georges Brassens' Lied Les patriotes erwähnt.

Pflege

Weitere Quellen zum Thema (3)
  1. Rosalie (baïonnette) – Wikipédia
  2. Bayonet – Wikipedia
  3. Sword bayonet, yataghan blade, for Chassepot rifle & Model 1866 – Imperial War Museums