ImpakuImpaku

Yonkyo (Vierte Lehre)

四教

Druck des Zeigefingerknochens auf einen Nerv an der Unterarminnenseite. Er wirkt über einen Schmerzpunkt, nicht über einen Gelenkhebel.

Auf einen Blick

Kampfkünste
KategorieHebel & Haltegriffe
SchwierigkeitFortgeschritten

⚠️ Häufige Fehler

Häufige Fehler: den Unterarm mit den Fingern quetschen statt mit dem Knochen drücken, den Punkt durch Drücken suchen, und annehmen, die Technik wirke bei jedem — tut sie nicht.

💡 Wichtiger Tipp

Suche den Punkt nicht mit den Fingern. Der Druck kommt vom Knochen am Zeigefingeransatz und aus der Körperbewegung.

Über

Yonkyo, die vierte Lehre, heißt auf Japanisch auch Tekubi Osae, das Niederdrücken des Unterarms. Im Prinzip unterscheidet es sich von den drei vorangehenden Techniken. Ikkyo, Nikyo und Sankyo arbeiten mit einem Gelenkhebel, Yonkyo dagegen mit Druck auf einen Nervenpunkt: Der Verteidiger fasst den Unterarm des Angreifers mit beiden Händen so, dass der Knochen am Ansatz seines Zeigefingers auf die Innenseite des Unterarms drückt, ungefähr dort, wo der Nerv verläuft. Der Zug führt den Arm dann ähnlich wie beim Ikkyo nach unten und vorn. Genau deshalb wird Yonkyo nach den anderen gelehrt — und es ist zugleich das unzuverlässigste. Die Empfindlichkeit an dieser Stelle ist von Mensch zu Mensch sehr verschieden, bei manchen Partnern greift die Technik gar nicht. Ehrliche Schulen sagen das offen und lehren Yonkyo als Ergänzung zum Ikkyo.