Sumi-otoshi (Eckenwurf)
隅落とし
Der Angreifer wird in die Ecke seines eigenen Standes gestürzt — in die Diagonale zwischen den Füßen, wo er keinen Halt hat.
Auf einen Blick
⚠️ Häufige Fehler
Häufige Fehler: den Partner gerade nach hinten statt in die Diagonale stürzen, Richtung durch Kraft ersetzen wollen, und den eigenen Schritt vergessen.
💡 Wichtiger Tipp
Suche nicht den Wurf, suche die Ecke. Findest du die Richtung ohne Halt, macht sich die Technik fast von selbst.
Über
Sumi-otoshi, der Eckenwurf, beruht auf einer einfachen Beobachtung: Jeder Stand hat Richtungen, in denen er fest ist, und Richtungen, in denen er es nicht ist. Am schwächsten ist die Diagonale nach hinten hinter die Ferse des hinteren Fußes — die Ecke, in der man keinerlei Halt unter sich hat. Sumi-otoshi führt den Angreifer genau dorthin. Nach dem Brechen des Gleichgewichts lenkt der Verteidiger dessen Bewegung in diese Diagonale und begleitet ihn nach unten; der Wurf hat weder Hebel noch haltenden Griff und wirkt von außen fast unauffällig. Genau das macht ihn zu einem guten Beispiel dessen, was Aikido unter Führen versteht: Die Technik wirkt nicht durch mehr Kraft, sondern dadurch, dass sie genau dorthin geht, wo der Halt schon endet. Sumi-otoshi teilt Namen und Prinzip mit der gleichnamigen Judotechnik.
