Juji-garami (Armkreuzwurf)
十字絡み
Beide Arme des Angreifers werden überkreuzt und verriegeln einander. Weder Herausdrehen noch Zurücktreten ist möglich.
Auf einen Blick
⚠️ Häufige Fehler
Häufige Fehler: unterhalb statt oberhalb des Ellenbogens kreuzen, einen Arm vor dem anderen führen, und das Kreuz durch Zugreifen statt durch Körperstellung schließen wollen.
💡 Wichtiger Tipp
Beide Arme müssen gleichzeitig ins Kreuz kommen. Führst du einen früher, zieht der Angreifer den anderen heraus.
Über
Juji-garami, das Armkreuz, ist nach dem Schriftzeichen für die Zahl zehn benannt, das die Form eines Kreuzes hat und in japanischen Technikbezeichnungen eben dieses Kreuzen meint. Der Verteidiger führt die Arme des Angreifers so, dass sie sich oberhalb des Ellenbogens überkreuzen; jeder verriegelt dann den anderen, und der Angreifer hat keine freie Hand, um sich zu befreien. Aus dieser verriegelten Lage genügt eine kleine Vorwärtsbewegung des Verteidigers, und das Gleichgewicht bricht. Im Aikido gilt die Technik als fortgeschritten, da sie das genaue gleichzeitige Führen beider Arme verlangt; hinkt einer nach, schließt sich das Kreuz nicht. Dasselbe Prinzip kennt das Judo als Juji-gatame, dort jedoch als Ellenbogenhebel am Boden. Im Aikido wird Juji-garami vor allem aus beidhändigen Griffen geübt und dient unter anderem als Vorbereitung auf die Abwehr mehrerer Angreifer.
