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Shigeru Nakamura

中村茂

Okinawanischer Lehrer für Karate und Kobudo (1891–1969), Urheber des Namens Okinawa Kenpo und Pionier des Kampfes mit Schutzausrüstung nach dem Krieg (bogu kumite).

Auf einen Blick

Geburtsdatum1891
Sterbedatum1969
HerkunftslandJapanJapan

Biografie

Shigeru Nakamura (1891–1969) war ein okinawanischer Lehrer für Karate und Kobudo, der seinem Ansatz den Namen Okinawa Kenpo gab. Er wurde 1891 in Nago im Norden Okinawas als ältester Sohn von Kokichi und Kame Nakamura geboren. Seine Biografie kennen wir vor allem aus der Arbeit des Forschers Andreas Quast, eine offizielle Quelle über ihn haben wir nicht gefunden.

Der Vater starb früh, und Kobudo lehrte ihn der Onkel Teiichi Nakamura. Mit fünfzehn Jahren trat er in die Präfekturmittelschule in Shuri ein und begann Karate zu lernen, nach Quast vielleicht bei Chomo Hanashiro. Bei Shinkichi Kuniyoshi in Nago lernte er die Kata Niseishi. Er absolvierte das Lehrerseminar in Shuri, unterrichtete an einer Grundschule in Nago und nach einem Sonderstudium an der Landwirtschaftlichen Universität Tokio auch in der Präfektur Nagano.

Er glaubte, dass es auf Okinawa ursprünglich keine getrennten Stile gegeben habe, und setzte deshalb den Namen Okinawa Kenpo durch. Als Erster nach dem Krieg führte er auf Okinawa den Kampf mit Schutzausrüstung (bogu kumite) ein. Im Jahr 1961 gehörte er zu den Gründern des Verbands Okinawa kobudo kyokai. Er starb 1969 im Alter von 78 Jahren, die englische Wikipedia nennt 1968, und den Streit haben wir nicht entschieden.

Frühe Jahre

Er wurde 1891 in Nago magiri geboren, dem heutigen Nago im Bezirk Kunigami auf Okinawa, als ältester Sohn von Kokichi Nakamura und seiner Frau Kame. Das genaue Geburtsdatum haben wir nicht gefunden. Der Vater starb früh, und Kobudo lehrte ihn der Onkel Teiichi Nakamura. Mit fünfzehn Jahren trat er in die Präfekturmittelschule Okinawa ein, die heutige Shuri-Schule, und begann dort mit Karate. Er absolvierte das Lehrerseminar in Shuri und unterrichtete an einer Grundschule in Nago. Später schloss er ein Sonderprogramm an der Landwirtschaftlichen Universität Tokio ab und unterrichtete in der Präfektur Nagano.

Ausbildung und Lehrer

Andreas Quast gibt an, sein Karatelehrer an der Mittelschule könnte Chomo Hanashiro gewesen sein, er selbst stellt das aber nur mit Vorbehalt dar. Nach dem Umzug nach Nago lernte er bei Shinkichi Kuniyoshi (1848–1926) die Kata Niseishi, die nach Quast von Seisho Arakaki stammt. Zu den Kata, die er übte, zählt Quast Naihanchi, Pinan, Sesan, Passai, Niseishi und Kusanku.

Beitrag und Neuerungen

Er glaubte, dass es auf Okinawa ursprünglich keine getrennten Stile gegeben habe, und wählte deshalb für sein Karate den Namen Okinawa Kenpo. Quast schreibt ihm die Gleichung Okinawa Ti gleich Okinawa Kenpo zu. Als Erster nach dem Krieg führte er auf Okinawa den Kampf mit Schutzausrüstung (bogu kumite) ein und unterstützte den Wettkampf, in dem der Knockdown entscheidet. Im Juni 1961 gehörte er zu den Gründern des Verbands Okinawa kobudo kyokai, dessen Präsident Seitoku Higa war, und bei dessen erstem Turnier führte er die Kata Niseishi vor.

Philosophie und Prinzipien

Er betonte die Kampfkraft, besonders die Kraft der Faust, und die persönliche Anleitung der Schüler. Quast schreibt ihm das Motto tijikun di-ichi zu, das heißt, die Faust steht an erster Stelle. In einem japanischen Zeitungsartikel aus der Zeit um den Übergang von den sechziger zu den siebziger Jahren, den Quast übersetzt hat, wird seine Meinung so wiedergegeben, dass die Karateschulen verschwinden und das Karate wie Judo und Kendo vereinheitlicht werden solle. Es handelt sich um eine Paraphrase des Journalisten, nicht um seine wörtlichen Worte.

Legenden und belegte Fakten

Die Quellen weichen im Todesjahr voneinander ab. Andreas Quast nennt 1969 und ein Alter von 78 Jahren, die englische Wikipedia 1968. Das genaue Datum haben wir nicht gefunden, und den Streit haben wir nicht entschieden. Die Behauptung, er sei Lehrer von Seiyu Oyata gewesen, beruht nur auf Sekundärliteratur, die Wikipedia zitiert. Wir halten sie nicht für widerlegt, konnten sie aber nicht aus einer Quelle belegen, die direkt über Nakamura schrieb.

Vermächtnis

Er starb 1969 im Alter von 78 Jahren, nachdem er auf einer Dienstreise zu einer Bildungsausstellung in Nakijin erkrankt war. Quast gibt an, die Japan Karate Federation habe ihm den 10. Dan hanshi verliehen, ein Dokument der Föderation haben wir aber nicht gefunden. Die englische Wikipedia gibt an, Seiyu Oyata habe von ihm die zwölf Grundkata der leeren Hand gelernt. Sie stützt sich dabei auf Sekundärliteratur, und die Biografie Oyatas von Quast erwähnt ihn nicht, deshalb halten wir diese Behauptung für unbestätigt.

Lehrer, Schüler und Familie

Schüler

Assoziierte Kampfkünste

Okinawa KenpoGründer→

Okinawanischer Karatestil von Nakamura Shigeru, der laut Ryukyu Shimpo den Kampf mit Schutzausrüstung und ein Knockdown-System der Kämpfe durchsetzte.