Hayashizaki Jinsuke Shigenobu
林崎甚助源の重信
Existenz umstrittenJapanischer Schwertkämpfer, laut japanischen Wörterbüchern 1542 geboren, nach der Überlieferung Begründer der Schwertziehkunst iai, aus dessen Schule das Muso Jikiden Eishin-ryu stammt.
Auf einen Blick
JapanBiografie
Hayashizaki Jinsuke Shigenobu war ein japanischer Schwertkämpfer, den die Überlieferung als Begründer der Kunst des Schwertziehens iai betrachtet. Von seiner Schule, die als Shinmei Muso-ryu oder Shin Muso Hayashizaki-ryu angegeben wird, leiten unter anderem das Muso Jikiden Eishin-ryu und das Tamiya-ryu ihren Ursprung ab. Laut dem Wörterbuch Nihon jinmei daijiten wurde er 1542 geboren, ein Todesjahr fehlt.
Die japanische Enzyklopädie Nipponica gibt an, dass er aus dem Geschlecht Hojo stammte und zuerst die Schwertkunst der Schule Shinto-ryu lernte. Der Überlieferung nach betete er hundert Tage am Schrein Hayashi Myojin in Tateoka in der Provinz Dewa und erkannte in der Meditation den Vorteil des langen Griffs. Unter seinen Schülern nennt die Nipponica Tamiya Heibei, den Begründer des Tamiya-ryu, und drei weitere Begründer eigener Schulen.
Seine Lebensbeschreibung ist großenteils ausgeschmückt. Die Geschichte von der Rache für den ermordeten Vater wird in mehreren Fassungen mit unterschiedlichen Daten und Namen des Gegners erzählt, und beide japanischen biografischen Wörterbücher erwähnen sie nicht. Laut Jack James ist sein letzter bekannter Aufenthalt Kawagoe 1616 und 1617, über sein weiteres Schicksal wissen wir nichts, die japanische Wikipedia nennt seinen Tod im Jahr 1621.
In Murayama in der Präfektur Yamagata steht der Hayashizaki-Schrein, laut einem Tourismusportal der einzige iai-Schrein in Japan. Ein Zitat mit belegter Herkunft haben wir nicht gefunden.
Frühe Jahre
Die japanische Enzyklopädie Nipponica gibt an, dass sein ursprüngliches Geschlecht Hojo war, dass er im Landkreis Date in der Provinz Osu lebte und zuerst die Schwertkunst der Schule Shinto-ryu lernte. Das Wörterbuch Nihon jinmei daijiten nennt 1542 als Geburtsjahr und die Provinz Mutsu als Geburtsort. Die japanische Wikipedia nennt als Geburtsort Hayashizaki in Tateoka in der Provinz Dewa, als Kindheitsnamen Tamijimaru und als Vater Asano Kazuma. Jack James schreibt in der Zeitschrift Sword and Spirit von einer Geburt am 12. Januar 1542 und dem Namen Hayashizaki Jinsuke Shigenobu seit 1559, eine Quelle für die Daten nennt er jedoch nicht.
Ausbildung und Lehrer
Laut der Nipponica betete er hundert Tage am Schrein Hayashi Myojin in Tateoka in der Provinz Dewa, erkannte in der Meditation den Vorteil des langen Griffs und erdachte die Technik manji-ken. Das Wörterbuch Nihon jinmei daijiten gibt dasselbe knapper als Training mit dem langen Schwert nach einer Offenbarung in der Meditation an. Es handelt sich um eine Überlieferung, nicht um eine zeitgenössische Aufzeichnung. Einen weiteren Lehrer außer der Schule Shinto-ryu haben wir in den Quellen nicht gefunden.
Beitrag und Neuerungen
Das Wörterbuch Nihon jinmei daijiten bezeichnet ihn als Erneuerer und Begründer der Kunst des Schwertziehens batto iai und als Begründer der Schule Shinmuso Hayashizaki-ryu. Laut der japanischen Wikipedia nannte er die Schule selbst jedoch nicht so. Die englische Wikipedia nennt den Namen Shinmei Muso-ryu und als Erben nach der Überlieferung des Muso Jikiden Eishin-ryu Tamiya Heibei Shigemasa, Nagano Muraku und als siebten Hasegawa Eishin.
Legenden und belegte Fakten
Die Legende erzählt, dass man ihm den Vater erschlug und er nach intensivem Training den Mörder tötete. Die japanische Wikipedia legt die Rache in die Jahre 1560 bis 1561 und nennt den Gegner zweimal unterschiedlich, Saka Unsai und Sakagami Shuzen, beide japanischen biografischen Wörterbücher erwähnen die Rache nicht. Rennis Buchner schrieb im Jahr 2000, dass es über ihn viele Legenden und wenige harte Fakten gebe. Jack James gibt an, dass wir nach dem Jahr 1617 nichts über sein Schicksal wissen und dass weder Sterbeort noch Grab bekannt sind, die japanische Wikipedia nennt seinen Tod im Jahr 1621.
Vermächtnis
Die Nipponica nennt vier Schüler, die eigene Schulen gründeten: Takamatsu Kanbei Nobukatsu (Ichinomiya-ryu), Azuma Shimotsuke-no-kami Mototsugu (Shinmei Muso Higashi-ryu), Tamiya Heibei Shigemasa (Tamiya-ryu) und Katayama Hoki-no-kami Hisayasu (Hoki-ryu). Die japanische Wikipedia nennt unter den Schülern auch Sekiguchi Ujimune. In Kawagoe steht laut Jack James an dem Ort, an dem er 1616 weilte, eine Holztafel. Der Hayashizaki-Schrein in Murayama in der Präfektur Yamagata ist ihm geweiht, und ein Tourismusportal bezeichnet ihn als den einzigen iai-Schrein in Japan.