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Kampf-Hopak

Бойовий гопак

Ukrainisches Kampfsystem, das Volodymyr Pylat seit 1985 in Lwiw entwickelt. Nach den Quellen geht es auf kosakische Traditionen und Volkstänze zurück und ist rekonstruiert.

Wichtige Daten

HerkunftslandUkraine
Gründungsjahr1985
RegionEuropa
HauptfokusGemischt
KontaktstufeVollkontakt
GürtelsystemTitel

Charakter & Herkunft

StatusRekonstruiert
LinieModerne Synthese
Entstehungszeit20. Jahrhundert

Organisation & Wettkampf

GraduierungenJa (Titel)
Olympischer StatusNicht olympisch

Woraus der Stil besteht

Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.

HandschlägeBedeutend
TritteZentral
WürfeBedeutend
BodenkampfAm Rande
Hebel & HaltegriffeAm Rande
WaffenBedeutend

Kataloge & Datenbanken für Kampf-Hopak

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Über Kampf-Hopak

Kampf-Hopak ist ein ukrainisches Kampfsystem, das nach Cynarski (2023) Volodymyr Pylat seit 1985 auf der Grundlage kosakischer Traditionen und eigener Erfahrung entwickelt. Prytula und Konokh (2022) geben an, dass Pylat 1985 in Lwiw die erste experimentelle Schule eröffnete, Tverdokhlib (2018) verlegt die Eröffnung der Schule in das Jahr 1987. Laut Tverdokhlib rekonstruierte Pylat, ein Meister östlicher Kampfkünste, das System Ende des 20. Jahrhunderts und stützte es auf kosakische Kampfkünste, Selbstverteidigungsgriffe galizischer Bauern und die Volkstänze Hopak, Metelytsia, Arkan, Kozachok und Povzunets.

Weiterlesen

Pivtorak (2016) schreibt, die Tradition leite sich angeblich von der Kampfkunst der Kosaken von Saporischschja ab, die in der Sowjetzeit verloren ging. Morozov (2018) gibt an, die Technik sei nach Analogie zu östlichen Kampfkünsten rekonstruiert worden, und UNESCO ICM (2020) zählt den Kampf-Hopak zu den geschaffenen, nicht den entwickelten Künsten. Den kosakischen Ursprung von Pylats Familie nennen die Schule auf ihrer Website und Wikipedia, Cynarski (2023) nennt nach einem Interview mit Pylat den Großvater Andrej Gidej, einen persönlichen Leibwächter von Kaiser Franz Joseph. Das staatliche Register anerkannter Sportarten führt im Bereich der nationalen Sportarten unter der Nummer III.002 die Sportart rukopash hopak, der Name Kampf-Hopak selbst steht nicht im Register. Rukopash hopak hat einen eigenen Verband, die Föderation Rukopash Hopak der Ukraine. Tverdokhlib (2018) beschreibt sieben Meistergrade von Zhovtiak bis Volkhv.

Geschichte

Cynarski (2023) gibt nach einem Interview mit Pylat an, dass Volodymyr Pylat 1955 geboren wurde und in Lwiw lebt, wo seine Vorfahren seit mehreren Generationen lebten. Nach seinen Angaben trainierte er Kampfkünste seit 1968, als sie in der UdSSR illegal waren, und übte Gymnastik, Boxen, Messerkampf sowie Kyokushin- und Goju-ryu-Karate. In sowjetischer Zeit reiste er nach Kuban, Odessa, Sumy und Minsk, um kosakische Traditionen kennenzulernen. Laut derselben Quelle behinderte der KGB ab 1986 den Unterricht, unter anderem durch Brandstiftung in einer Wohnung mit Lehrmaterialien. Prodaniuk und Filina (2024) geben an, dass Pylat 1990 mit Freunden in Lwiw die folkloristisch-künstlerische Vereinigung Halytska Sich gründete und 1991 mit Ye. Prystupa ein Buch herausgab, das erstmals die Technik des Kampf-Hopak zusammenfasste. 1997 entstand ihnen zufolge die Zentrale Schule des Kampf-Hopak, und im Dezember 2001 registrierte das Justizministerium den Internationalen Verband des Kampf-Hopak, dessen Präsident laut Cynarski Pylat war. Die Regierung der Ukraine nannte den Kampf-Hopak unter den Beispielen für das Gesetz über nationale Sportarten, das das Parlament am 25. Mai 2017 verabschiedete.

Was es unterscheidet

Laut der Enzyklopädie der modernen Ukraine (2006) entstand der Tanz Hopak in der Mitte des 17. Jahrhunderts auf der Saporoger Sich als kollektiver Männertanz der Kosaken mit einem Wettbewerb in virtuosen Soloauftritten, und sein Name leitet sich vom Ausruf hop ab. Nach Prodaniuk und Filina (2024) entwickelte der Choreograf Virskyi ab 1937 den Bühnenhopak als Bühnenkunst, während Pylat ab 1985 Kampfelemente aus dem Tanz herauslöste. Morozov (2018) schlägt vor, den Kampfhopak nicht nur als Kampfkunst, sondern auch als modernen Sport oder möglichen volkstümlichen Bühnentanz zu verstehen. Die vom Ministerium am 3. 3. 2026 genehmigten Regeln des Kosakenzweikampfs umfassen die Disziplinen Odnotan, Tan-dvobii, Bornia, Zabava und Hertz als Kampfhopak, der Kosakenzweikampf ist jedoch ein eigenständig anerkannter Sport (III.001) mit der Weltföderation des Kosakenzweikampfs. Die ukrainische Wikipedia nennt als Ableger des Kampfhopak die Frauenkunst Asgarda und den Sport Rukopash Hopak.

Technik

Laut Tverdokhlib (2018) umfasst das technische Arsenal des Kampf-Hopak Stellungen, Schritte, Sprünge, Drehungen, Schläge und Blocks, Fußfeger, Akrobatik, Tanzverbindungen und rhythmische Gruppenbewegungen. Die Stellungen ahmen Vögel, Tiere und Gegenstände nach, Tverdokhlib nennt zum Beispiel shchyt, stina, vezha, svichka, tryzub, vershnyk, zhuravel, vedmid, pavuk und zhaba. Hoidky beschreibt er als Schaukeln des Körpers durch Trägheit, das lehren soll, die Energie des Gegners zu nutzen und nach Legenden auch Kugeln auszuweichen. Die ukrainische Wikipedia teilt die Angriffstechnik in stusany, also Handschläge, zu denen sie den geraden tuzen, den seitlichen dzhyhan und den strimliak von unten ans Kinn zählt, und in kopniaky, die hauptsächlich aus Tänzen übernommen wurden. Zu den Tritten nennt sie den äußeren und inneren tynok sowie die Rücktritte loshak und vykhor.

Training

Cynarski (2023) berichtet, dass der Kampf-Hopak in traditioneller Tracht trainiert wird, also in gesticktem Hemd, weiten Scharawary mit verziertem Gürtel und hohen Volksstiefeln, und die Übenden tragen auch den kosakischen Chub. Ihm zufolge wird oft mit Musik und patriotischen Liedern geübt, weil der historische Hopak ein Tanz war. Tverdokhlib (2018) schreibt, dass die Trainingseinheiten von traditionellen ukrainischen Melodien begleitet werden und die Programme auch Techniken der Hypnose, des Blindkampfes und der psychosomatischen Regulation umfassen. Die Spezialausbildung umfasst laut Tverdokhlib das Plastun-Schleichen, Übungen mit Säbel, Gürtel, Streitkolben, Speer und Stock, Kampf-Ethnotänze und das kosakische Armdrücken auf dem Bauch liegend. Cynarski nennt Training mit dem langen Stock, Säbel, Pike, der Sense, Sichel, dem Streitkolben, Dreschflegel und Eispickel. Die Gebietsverwaltung Lwiw (2023) beschrieb ein Seminar, bei dem die Trainer nach Graden vom Zhovtiak bis zum Dzhura eingeteilt wurden, und die Abschlussprüfung hatte einen theoretischen mündlichen und einen praktischen Teil.

Graduierungen und Fortschritt

Tverdokhlib (2018) nennt sieben Meisterstufen des Kampf-Hopak, nämlich Zhovtiak, Sokil, Jastrub, Dzhura, Kozak, Kharakternyk und Volkhv, und ordnet sie den Sportklassen von der III. Klasse bis zum Verdienten Meister des Sports zu. Prodaniuk und Filina (2024) präzisieren die Zuordnung: Zhovtiak, Sokil und Jastrub entsprechen der III., II. und I. Klasse, Dzhura dem Kandidaten des Meisters des Sports und Kozak, Kharakternyk und Volkhv dem Meister des Sports, dem Meister des Sports internationaler Klasse und dem Verdienten Meister des Sports. Tverdokhlib schreibt weiter, dass 1999 das Staatliche Institut für Körperkultur Lwiw die Spezialisierung Rukopashnyi Hopak und 2000 das Dniprodzerzhynsker Kolleg für Körpererziehung die Spezialisierung Kampf-Hopak einführte. Sektionen des Kampf-Hopak entstanden ihm zufolge an einer Reihe von Hochschulen, darunter der Nationalen Universität Kyjiw-Mohyla-Akademie.

Wettkampf

Laut Cynarski (2023) fand der erste Sportwettkampf im Kampfhopak am 18. und 19. Mai 1996 in Lwiw statt, und laut UNESCO ICM (2020) nahm der Kampfhopak 2001 am Weltfestival der Kampfkünste in Cheongju teil. Tverdokhlib (2018) beschreibt fünf Wettkampfdisziplinen: Hertz mit vollem Kontakt, Bornia mit dosiertem Kontakt, Zabava mit eingeschränktem Kontakt, Tan-dvobii als Nachahmung eines Kampfes mit Musik und Odnotan als solistische Technikvorführung im Tanzstil mit Musik. Der staatlich anerkannte Sport Rukopash Hopak hat Regeln, die das Ministerium am 30. 12. 2025 genehmigt hat. Sie unterscheiden leichten und vollen Kontakt, wobei voller Kontakt nur für Erwachsene von 18 bis 40 Jahren gilt, und ein Kampf dauert von zwei Runden zu je zwei Minuten bis zu drei Runden zu je drei Minuten. Ein Knockdown bringt 4 Punkte, ein Sprungtritt zum Kopf oder ein Amplitudenwurf auf den Rücken 3 Punkte und ein Handschlag zum Kopf oder Körper 1 Punkt. Laut Regierung begann am 8. Dezember 2018 in Kyjiw die erste offizielle ukrainische Meisterschaft im Rukopash Hopak, die das Ministerium mit der Föderation Rukopash Hopak der Ukraine veranstaltete.

Heute

Die Staatliche Gebietsverwaltung Lwiw teilte mit, dass im August 2023 80 Trainer ein Seminar zum Kampf-Hopak in Yasenytsia Zamkova absolvierten, das der Gründer Volodymyr Pylat eröffnete. Außerhalb der Ukraine besteht laut Cynarski (2023) ein starkes Zentrum in Warschau mit den Instruktoren Eliasz Sidoruk und Michał Kurak, und über die wachsende Beliebtheit des Kampf-Hopak in Warschau schrieb 2016 auch die Kyiv Post. UNESCO ICM (2020) erwähnt den Kampf-Hopak zudem in den USA und in Kanada. Im nationalen Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der Ukraine in der Fassung vom Juni 2026 haben wir den Kampf-Hopak nicht gefunden.

Wissenswertes

Laut der Nachrichtenseite Telegraf wählte der Große Kosakenrat in Kyjiw am 24. Mai 2025 Volodymyr Pylat zum Hetman, einer Funktion in der Kosakenbewegung und keinem Staatsamt. Cynarski (2023) zufolge studierte Pylat auch Spas bei Bezklubyi und schuf mit Oberst Anatolii Popovych das Kosakenbiathlon. Laut derselben Quelle wurde Pylat 2022 in den European Nobility Club aufgenommen und leitet sein Geschlecht vom Adelswappen Nowina ab. Prodaniuk und Filina (2024) erwähnen Pylats Handbuch Kodeks lytsarskoi chesti hopakivtsia aus dem Jahr 2004 und sein Buch Boiovyi hopak aus den Jahren 1994 und 1999 mit Geschichte, Grundtechnik, Wettkampfregeln und Anforderungen für die Grade. Laut Radio Svoboda (2013) sagt Pylat, die Ukrainer seien vor allem ein Kosakenvolk gewesen.

Häufige Fragen

Wer hat den Kampf-Hopak gegründet?

Den Kampf-Hopak entwickelt Volodymyr Pylat. Prytula und Konokh (2022) geben an, dass er 1985 in Lwiw die erste experimentelle Schule eröffnete, Tverdokhlib (2018) verlegt die Eröffnung der Schule in das Jahr 1987.

Ist der Kampf-Hopak eine uralte kosakische Kunst?

Pivtorak (2016) gibt an, die Tradition leite sich angeblich von den Kosaken von Saporischschja ab, Morozov (2018) spricht von einer Rekonstruktion nach östlichen Kampfkünsten, und UNESCO ICM (2020) zählt den Kampf-Hopak zu den geschaffenen, nicht den entwickelten Künsten.

Welche Grade hat der Kampf-Hopak?

Tverdokhlib (2018) gibt sieben Grade von Zhovtiak über Sokil, Yastrub, Dzhura, Kozak und Kharakternyk bis Volkhv an, die den Sportklassen von Klasse III bis zum Verdienten Meister des Sports entsprechen.

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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.

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