Die Fechtbücher Hans Talhoffers (1443–1467)
Deutscher Fechtmeister des 15. Jahrhunderts und Verfasser von mindestens fünf reich bebilderten Fechtbüchern. Er gründete weder Schule noch Stil — sein Erbe sind die Handschriften.
Hans Talhoffer (bezeugt 1433–1467) war ein deutscher Fechtmeister und Söldner, der vom Fechtunterricht und von der Vorbereitung auf gerichtliche Zweikämpfe lebte. Zu Lebzeiten stellte er mindestens fünf Fechtbücher zusammen, und ihnen verdankt sein Name die Bekanntheit bis heute. Die wichtigsten Handschriften sind Chart. A. 558 von 1448 in Gotha, Thott 290 2° von 1459 in Kopenhagen und Cod. icon. 394a von 1467 in München, dazu zahlreiche spätere Abschriften. Der Inhalt ist breit: langes Schwert, Messer, Dolch, Harnischkampf, Ringen, der Zweikampf zwischen Mann und Frau unter ungleichen Bedingungen und sogar der Schildkampf vor Gericht. Berühmt sind vor allem die Bilder — Talhoffers Bücher zählen zu den reichst illustrierten Quellen des Spätmittelalters und sind für die heutige HEMA-Rekonstruktion unersetzlich. **Hinweis zum Eintrag:** Talhoffer gründete weder Schule noch Stil — er war Verfasser von Handbüchern. Dieser Eintrag gehört eher zu den Quellen oder Personen. Der praktische Zweck seiner Bücher war konkret: Der gerichtliche Zweikampf war im 15. Jahrhundert in Teilen des Reiches noch erlaubt, und Talhoffer bereitete gegen Bezahlung darauf vor, samt Übung der vorgeschriebenen Waffen und Bedingungen.
Hinweis zur ÜberprüfungPrevedeno z martial_arts #342 dne 4. 9. 2026 (reklasifikace pramenu, viz claude/prirucky-v-katalogu-umeni-2026-09-04.md). Texty prevzaty beze zmeny a jsou psane jako o bojovem umeni - potrebuji prepsat do ramce pramene. Chybi: shelfmark, repository, digital_url. Pet dochovanych rukopisu, ne jediny text. Presne signatury k doplneni.
